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Aktuelle Meldungen

Februar 2017

Der Klimawandel … Der Klimagipfel von Paris

Beim 21. UNO-Klimagipfel (COP21) in Paris wurde das erste internationale Abkommen zum Klimaschutz von 196 Ländern angenommen. Mit diesem Dokument beschließen die Staaten, die Erderwärmung deutlich unter 2 Grad zu begrenzen - mit weitergehenden „Bemühungen“ um eine Begrenzung auf 1,5 Grad. Die vorgelegten Maßnahmen reichen aber längst nicht aus, um den Temperaturanstieg deutlich unter 2 Grad zu halten, schon gar nicht, um ihn auf 1,5 Grad zu begrenzen. Nur so wären aber eine drastische weitere Zunahme von Wetterextremen und ein Meeresspiegel-Anstieg vielleicht noch abzuwenden. Das heißt insbesondere: rigorose Energieeinsparungen auf allen Gebieten. „Die positive Seite ist, dass es jetzt einen Vertrag gibt, bei dem alle mitmachen. Die negative Seite ist, dass man nur auf Selbstverpflichtungen setzt. Die reichen natürlich nicht aus, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen. Paris lässt die Hoffnung offen, dass wir noch die Kurve kriegen. Es muss nachverhandelt werden“ (Mojib Latif, Klimaforscher, in taz.de, 13.12.2015).

Mit der Wahl von Donald Trump als US-Präsident hat sich diese Hoffnung weiter zerschlagen. Trump selbst ist ein Leugner der Klimaerwärmung und bezeichnete diese als „chinesische Erfindung“. Sein Außenminister Rex Tillerson (von Kritikern „T-Rex“ genannt) war 40 Jahre beim Erdölkonzern ExxonMobil und von 2006 bis 2017 dessen Präsident: Er hält ExxonMobil-Aktien im Wert von über 240 Millionen Dollar. Tillerson finanzierte jahrelang Lobbygruppen, welche den Klimawandel mit pseudowissenschaftlichen Methoden in der Öffentlichkeit negierten. Chef des Nationalen Wirtschaftsrates wurde Gary Cohn, der 25 Jahre lang für die US-Großbank Goldman Sachs gearbeitet hat: Als deren Vizepräsident erhielt er zum Abschied 285 Millionen Dollar. Andere Minister Trumps sind Hedgefonds-Manager, Investmentbanker, Investoren. Mitte Dezember 2016 verfügten die bis dato bekannten Mitglieder in Trumps Kabinett über 14 Milliarden Dollar.

Die US-Umweltorganisation EPA bekam mit Scott Pruitt einen dezidierten Klimawandel-Leugner als Chef und musste auf Anweisung des Weißen Hauses umgehend kritische Informationen zum Klimawandel von ihrer Webseite streichen. Als eine der ersten Maßnahmen wollte Trump per Dekret zwei umstrittene Öl-Pipelines bauen lassen: Die Dakota-Access-Ölpipeline führt über geheiligtes Indianergebiet, und die Pipeline Keystone-XL soll Öl von den schmutzigen Teersandvorkommen in der kanadischen Provinz Alberta in die USA leiten. Auch den Ausbau der Kohleförderung will die Trump-Regierung fördern. Da ist es für Trump selbstverständlich, umgehend aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, das seit November 2016 in Kraft ist.

Umstellung Gletscherarchiv

Aus technischen Gründen müssen wir unsere Gletscherwebseite auf ein anderes Programm umstellen. Zurzeit können wir daher unsere Bilder von 2016 nicht alle zeigen. Auch aktuelle Texte müssen warten. Wir bitten um Geduld.

September 2015

In den Alpen war der Sommer 2015 der zweitwärmste nach dem Sommer 2003. Global gemessen setzt sich eine beispiellose Serie von rekordwarmen Monaten im Jahr 2015 fort, die im Februar begann. Seitdem haben alle Monate neue Allzeitrekorde aufgestellt. Damit ist auch der Sommer 2015 global der wärmste aller Zeiten und die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass 2015 insgesamt das wärmste Jahr seit Beginn der Messungen im Jahr 1880 wird.

Mai 2013

Neuer Höchststand an CO2

Erstmals 400 ppm erreicht

Der Anteil des klimaschädlichen Kohlendioxids in der Atmosphäre hat einen neuen Rekord erreicht. Am 9. Mai 2013 wurde in der Messstation der Nationalen Behörde für Ozeanologie und Atmosphärenforschung (NOAA) auf dem Mauna Loa im Bundesstaat Hawaii ein Tagesdurchschnittswert von 400,03 ppm gemessen.

siehe unter: http://www.esrl.noaa.gov/gmd/ccgg/trends/ und http://keelingcurve.ucsd.edu/

Recent Mauna Loa CO2

Quelle: www.wetteronline. de und Messung CO2 (Keeling Kurve) durch NOAA - Mauna Loa/Hawaii

„Wissenschaftler gehen davon aus, dass die CO2-Konzentration in der Erdatmosphäre zuletzt vor mehr als zehn Millionen Jahren so hoch gewesen ist. Damals war es auf der Erde heißer und die Meeresspiegel lagen dutzende Meter über den derzeitigen. Der Leiter des Earth System Science Center, Michael Mann, äußerte sich sehr besorgt über das Tempo, mit dem die Konzentration in der Erdatmosphäre steigt. „Es gibt keinen Präzedenzfall in der Geschichte der Erde für solch einen abrupten Anstieg der Treibhausgaskonzentrationen“ (Wetteronline: www.wetteronline.de, 11.5.2013).

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Januar 2013

„Quer“ zu „Skifahren um jeden Preis“:

Skifahren um jeden Preis? - ein Bericht in der Sendung “Quer” im Bayerischen Fernsehen am 10.1.2013 über warme Winter, Schneekanonen am Spitzingsee und geplante Beschneiungsanlagen am Sudelfeld. Im Interview sprach Wolfgang Zängl über Schneekanonen, Klimawandel und das Gletscherachiv.

Den schnellen Gletscherschwund zeigen unsere neuen Gletschervergleiche 2012 besonders deutlich - siehe “http://www.gletscherarchiv.de/neue_vergleiche_2011„.

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Capriccio-Sendung zu Gletscherarchiv: Am 19.1.2012 wurde im Bayerischen Fernsehen eine Capriccio-Sendung über das Gletscherarchiv und den Themen Gletscherschmelze und Schneekanonen gesendet, in der auch Axel Doering und Wolfgang Zängl zu Wort kamen.

Morteratsch-Gletscher im Sommer 2011

Für die Gebirgsregionen der Alpen war 2011 das wärmste Jahr seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen.

Nach der nahezu schneelosen Zeit bis Mitte Dezember kam dann das andere Extrem Anfang

Januar 2012:

Schnee - Schnee - Schnee

Das Schweizer Fernsehen meldet: „Seit dem Beginn der systematischen Schneemessungen in der Schweiz – anfangs der 1960er-Jahre – wurde nie so früh im Januar so viel Schnee verzeichnet.“ Die Folgen: Besonders grosse, spontan abgehende Lawinen und verschüttete Verkehrswege.

Dezember 2011

Klimaabkommen in Durban: Rückschlag für den Klimaschutz

Weder die Beschlüsse zum Kyoto-Protokoll noch der Fahrplan für ein neues weltweites Klimaabkommen sind ausreichend, um die Klimaerwärmung auf unter zwei Grad zu begrenzen. Anders als von der EU angestrebt, wird das künftige globale Klimaabkommen, das bis 2015 ausgehandelt sein und ab 2020 in Kraft treten soll, kaum rechtlich bindend sein - siehe dazu: http://www.greenpeace.de/themen/klima/presseerklaerungen/artikel/greenpeace_rueckschlag_fuer_den_klimaschutz_in_durban/

Wetterextreme

Der IPCC-„Sonderbericht Extremwetter“ (www.ipcc.ch) sagt eine deutliche Zunahme extremer Wetterlagen wie Starkregen und heftige Stürme voraus. Prof. Mojib Latif vom Leibniz-Institut der Universität Kiel warnte vor extremer Dürre und großer Hitze in Deutschland. Bei einer in dem aktuellen UN-Bericht als möglich vorhergesagten Erwärmung um vier bis fünf Grad bis zum Jahr 2100 seien im Süden und Osten Deutschlands Tagestemperaturen von fast 50 Grad möglich.

Der Klimawandel äußert sich bereits in Wetterextremen: stärkere und häufigere Stürme, Starkregen mit Überschwemmungen oder lange Trockenphasen. Der November 2011 war der trockenste seit Beginn der Klimaaufzeichnungen - und es war viel zu warm. Im Alpenraum lag die Temperatur in 2000 m ü. NN im Plusbereich.